Was will die Johannes vom Kreuz Akademie e. V.?
Auszüge aus dem Selbstverständnis der JA
Angesichts des ständigen Wandels unserer Lebensumstände
und der oft fehlenden Orientierung wollten sich die Ini-
tiatoren der Johannes vom Kreuz Akademie e. V. mit ihrem
Betroffensein über die Zerrissenheit der Menschen nicht
abfinden.
Deshalb will die JA Möglichkeiten anbieten, dass Menschen
aus ihrer Entfremdung zur Mitte ihrer je eigenen Person
zurückfinden können.
Wer nämlich anfängt, sein Leben in ganzheitlicher Spiritua-
lität zu leben, wird
- den Sinn seiner Existenz finden,
- die Beziehung zum Mitmenschen als Erfüllung
und nicht als Bedrohung erleben
- neue Hoffnung für das eigene Leben gewinnen.
Ein Schiff, das keinen Tiefgang hat, wird von jeder Welle umge-
worfen. Tiefgang ist der Ruf der Stunde, damit das Leben sich
stabilisieren kann.
Die Mobilität des Menschen ist ein Kennzeichen unserer Zeit,
die im Besonderen von Veränderung und Wandel geprägt ist.
Mit der äußeren Beweglichkeit sind zu gleich die Tiefen-
schichten des Menschen in Bewegung geraten.
Ängste und Süchte sind vielfach Ausdruck innerer Verunsiche-
rung. Darüber hinaus fühlt sich der Mensch oft einsam, über-
flüssig und zum bloßen Objekt degradiert.
Der "Verlust der Mitte" (Hans Sedlmayr, 1896 - 1984)
macht zugleich den Mangel an Zusammenhalt und Sinnerfahrung
offenkundig.
In aller Zerrissenheit und Entfremdung bewirkt jedoch der
im Inneren verborgene "Geist des Ganzen" (Julius Langbehn, 1851 -
1907) eine Neubesinnung: Es geht um die Kunst, ganzheitlich zu leben.
Die Sehnsucht nach Vertiefung wird umso größer, je weniger der Mensch
mit sich selbst und mit der Umwelt zurechtkommt. Er sucht daher nach
einer tragfähigen Verwurzelung. Neue Ansätze im Lebensgefühl der
heutigen Generation müssen auf ihre Tragfähigkeit hin geprüft
werden. Es bedarf einer intensiven Anstrengung, die Erfahrung
als Erkenntnisort neu zu entdecken und zu erleben und damit
die rationale Denkweise zu ergänzen.